Respekt und Demut

Wenn ich dieses Bild ansehe, wird mir bewusst, wie oft mir dieser Respekt abhanden kommt. Ich bin in meinem Alltag gegenüber Menschen oft rechthaberisch, habe einen dicken Kopf und einen Stolz, der sich auch mal beleidigt zeigen kann. Und das kann mir tatsächlich auch vor meiner Herrin passieren, zumindest online im Chat. Ich brauche mich bloss unverstanden fühlen, und schon neige ich dazu, auch mal ein bockiges Verhalten zu zeigen. Vielleicht mache ich mir etwas vor, aber tatsächlich wünsche ich mir in diesen Momenten erst recht, ich könnte mit Dir zusammenleben, denn ich bin sicher, dass ich mir das in Deiner physischen Gegenwart nicht herausnehmen würde – nur schon, aber nicht nur, weil Du ganz andere Einwirkungsmöglichkeiten hättest.

Nun weiss ich aber sehr genau, dass alle diese Sätze im Grunde schon eine Katastrophe sind. Denn natürlich muss ich mein Wesen und meine mir gebotene Heimat in meinem devoten Kern so fühlen und präsent haben, dass ich auch dann, wenn ich räumlich von Dir getrennt bin, stets kniefällig in der Demut bleibe und Dein Wort, Deinen Willen und Deine Wahrnehmung über jedes eigene Befinden, Besserwissen oder auch nur eine schlechte Stimmung stelle. Denn wir arbeiten täglich an meinem Werden, meinem Lernen, meiner Fähigkeit, im Bewusstsein meines Wesens zu leben.

Ich bin dankbar, dass Du mich immer wieder zurück in diese Mitte und Geborgenheit führst und ich dann die nächste Lektion angehen kann, denn natürlich ist mir im Licht bewusst, was ich alles durch Dich und meine Stellung gewonnen habe.

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