Neue Gedanken gegen alte Muster

credit: Men In Pain – Illustration vom diener der SHI – courtesy of kink.com

Siebzigtausend Gedanken sollen wir so in etwa denken, jeden Tag. Und neunzig Prozent davon sind die gleichen wie gestern – und weil mit den Gedanken Erfahrungen und Gefühle verbunden sind, gleichen sich die Tage so gern so oft und so – scheinbar – unvermeidlich. Die Partnerin und ihr anderer, für mich neuer Blick von aussen in mein Inneres, kann dies verändern. Also: Den Anstoss dazu geben, Wiederholungen und Repetitionen zu durchbrechen und darauf hinzuweisen, dass es keinen Sachzwang gibt, dass sich nicht verändern könnte, was verändert gehörte. Wir alle haben uns in gewisser Weise an unser Leiden gewöhnt, glauben, so manches, was uns eher behindert, wäre gegeben, käme „von aussen“. Doch in diesem Aussen gibt es eben vielleicht gerade diesen neuen Menschen, der vielleicht schon lange da ist, der aber die Möglichkeit besitzt, mit seiner Mahnung an den Punkt zu rühren, an dem ich mir eingestehe: Ich bin es, der viel mehr in der Hand hat, als ich glaube. Ich kann mich entwickeln. Ich kann lernen. Ich kann Muster ablegen. Der nächste Gedanke kann ein neuer sein, der genau daran glaubt. Und entsprechend Kraft entwickelt. Wie soll denn mein Leben aussehen? Wen will ich im Spiegel sehen? Was gestern war, ist immer auch heute. Es sei denn, ich mache es zum Gestern. Und schaue heute, jetzt, neu in die Welt. Und es ist genau so wenig eine Laune wie all die fest gefahrenen Gedanken und Gefühle einst eine Laune waren. Ich habe ihnen gestattet, mehr als das zu werden.

Ich habe einen Menschen, der in solcher Weise selbstbestimmt leben will, der nach seinem Lebensglück fragt und sich dafür verantwortlich fühlt. Es sind die besten Jahre meines Lebens. Mache ich doch was aus diesem Beispiel! sklave zu sein, ist dazu kein Widerspruch. Denn es ist eine natürliche, eigene Entscheidung – ein eigener Gedanke eben, der keine Laune war und einen Gegenentwurf setzt zu ganz vielen alten Erfahrungen. Und in dieser meiner Welt bleibe ich immer gefragt, denn nur, was ich wirklich zulasse, kann auch geschehen, kann ich fühlen und verinnerlichen.

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